• Stadtbildplanung Dortmund

Wohnquartier Agnes-Miegel-Straße in Wuppertal

Bauherr: Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH Wuppertal
Architekt: STADTBILDPLANUNG Dortmund GmbH
Fertigstellung: Oktober 2022
Energie- & Versorgungskonzept

Das Wohnquartier Agnes-Miegel-Straße in Wuppertal besteht aus neun Wohngebäuden: vier Punkthochhäuser, davon drei Acht-Geschosser und ein Zehn-Geschosser, sowie fünf viergeschossige Riegelbauten mit je zwei Hauseingängen. Das Quartier umfasst 318 Ein- bis Vier-Zimmerwohnungen auf insgesamt 19.930 qm. Die Gebäude stammen aus den späten 1960er Jahren und sollen in mehreren Bauabschnitten zu einem klimaneutralen Wohnquartier saniert werden.


Der eigentlichen Sanierungsplanung wurde die Erstellung eines Quartier-Energiekonzeptes vorgeschaltet. Dieses hatte zum Ziel, verschiedene Optionen der regenerativen Wärme- und Energieerzeugung am Standort aufzuzeigen und unter den Aspekten der Energieeffizienz, des CO2-Ausstoßes, des Investitionsvolumens und der Gesamtwirtschaftlichkeit zu bewerten.

Bearbeitungszeitraum: Mai bis Oktober 2022

Ingenieurleistungen

Standortanalyse

  • Erfassung Bestandsunterlagen und Bestandsaufnahme
  • Analyse des energetischen Ist-Zustands, der vorhandenen Energieerzeugungs- und –verteilanlagen und der möglichen Primärenergien inkl. regenerative Ressourcen am Standort
  • Überschlägige Ermittlung Heizlasten einschl. Warmwasserverbrauch
  • Abschätzung Jahresverbrauch Wärme
  • Festlegung der energet. Ausgangsdaten der Gebäude im Quartier

Systemvorschläge

  • Übersicht Optionen zur Versorgung (fossil als Referenz, Biomasse, Erd- und Umweltwärme, Sonnenenergie, Wasserstoff, ...)
  • Untersuchung und Analyse möglicher Varianten für Energieerzeugung unter Berücksichtigung erneuerbarer Energien / Ressourcen
  • Analyse zu Energieerzeugerstruktur und Energietransport (Strukturierung Wohnquartier, Prüfung Unterteilung in einzelne Versorgungsbereiche mit zentraler oder dezentraler Versorgung)
  • Untersuchungen zur Gebäudeanlagentechnik zum effizienten Heizen unter Beachtung Synergien zum Gebäude
  • Analyse Standorte und Platzbedarf für Anlagentechnik

Systemanalyse und - Systembewertung

  • Energetische und wirtschaftliche Analyse der vorgeschlagenen Konzeptbausteine zur Energieerzeugung
  • Dimensionierung und Simulationsrechnungen mit Ertragsvorschau
  • Darstellung Umweltverträglichkeit, vermiedene CO2-Emissionen
  • Bewertung versch. Systemlösungen mit Aussagen zur Umsetzung
  • Ermittlung einer energetisch und wirtschaftlich optimale Anlagenstruktur

Kostenermittlung

  • Ermittlung zu erwartende Investitionskosten aller Systemkomponenten
  • Ermittlung Betriebs- /Verbrauchskosten
  • Ermittlung Tarife und Förderoptionen

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung nach VDI 2067
  • Ergebnisbewertung und Diskussion

Dokumentation und Ergebnispräsentation

  • Dokumentation der Ergebnisse
  • Vorstellung der Ergebnisse beim Auftraggeber

Studentenwohnheim Gerokstr. in Dresden


Bauherr: Studentenwerk Dresden
Architekt: KNERER & LANG Architekten GmbH
Fertigstellung: 2025
Sanierung HLS-Planung Behindertengerecht

Das Studentenwohnheim in der Gerokstraße 38 in Dresden ist ein freistehendes, voll unterkellertes Wohnhochhaus mit 15 Geschossen, von denen 14 als Wohngeschosse genutzt werden. Das Gebäude wurde im Jahr 1970 errichtet und im Rahmen des Projekts umfassend grundsaniert. Es verfügt über einen Personenaufzug sowie einen Feuerwehraufzug.

Das Gebäude stellt eine Variante eines in dieser Zeit verbreiteten und mehrfach modifizierten Wohnungsbautyps dar. Die Grundrissabmessungen betragen ca. 36,5 × 19,5 m. Die Gebäudehöhe liegt bei ca. 44 m über Oberkante Gelände bzw. ca. 47 m im Bereich des Treppenhausturms. Der Baukörper gliedert sich in ein Kellergeschoss, ein Erdgeschoss, 14 Obergeschosse sowie ein begehbares Drempelgeschoss. Die Technikräume sind überwiegend im Kellergeschoss angeordnet.

Die Fertigstellung des Projekts erfolgte innerhalb des abgestimmten Kostenrahmens sowie des vorgesehenen Planungs- und Bauzeitraums. Grundlage hierfür waren eine sorgfältige Planung, eine kontinuierliche Abstimmung und die konstruktive Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten. Durch eine präzise Fachplanung konnten potenzielle Herausforderungen frühzeitig erkannt und geeignete Lösungen umgesetzt werden, wodurch ein reibungsloser Projektablauf sichergestellt wurde. Die Übergabe an den Nutzer erfolgte im März 2025.

Ingenieurleistungen

Planung und Bauüberwachung (HOAI-Leistungsphasen 2-8) der haustechnischen Anlagen für die ALG 1, 2, 3, 7 und 8

  • Sanitäranlagen einschließlich Trink- und Abwasserleitungen für 84 2-Raum-Wohnungen, 42 1-Raum-Wohnungen, 1 Betreuer- und 1 Hausmeister-Wohnung
  • 1 barrierefreie WC-Anlage im EG und 1 barrierefreie Wohnung
  • Regenentwässerung als innenliegende Druckentwässerung
  • Entwässerungsgrundleitung als Mischsystem ab Gebäudegrenze bis zum Anschluss an den öffentlichen Kanal
  • Fernwärmestation (274 kW) am Sekundärnetz der Sachsen Energi
  • drei Heizkreise (224 kW) sekundärseitig
  • Einsatz elektronisch geregelter Hocheffizienzpumpen
  • Warmwasserbereitungsanlage als Speicher-Lade-System
  • 14 Küchenlüftungsgeräte zur etagenweisen Entlüftung innenliegender Küchen mit Nachheizregister als Zu- und Abluftanlagen inkl. Wärmerückgewinnung
  • 7 separate Lüftungsanlagen zur Be- und Entlüftung der Aufzugsmaschinen- und Technikräume
  • Einsatz von Umluftkühlung (Splitanlagen) für die beiden Serverräume
  • strangweise Entlüftung der innenliegenden Bäder nach DIN18017 über drei Dachventilatoren
  • Pulver- und CO2-Handfeuerlöscher sowie Feuerlöschleitung als Trockensystem mit Einspeisungsarmatur und etagenweiser Entnahme
  • autarke Steuerung der MSR-Technik mit übergeordneter GA

Mehrfamilienhaus "Sonnenhaus" in Wernigerode

Bauherr: GWW Wernigerode
Architekt: LP 1 - LP 4: Ingenieurgesellschaft BBP Bauconsulting mbHLP 5 - 8: HAHN + KOLLEGEN GmbH
Fertigstellung: 2025
Neubau Lüftungskonzept Photovoltaik-Anlage

Am Standort Pappelweg 33–35 in Wernigerode wurde ein besonders energieeffizientes Wohngebäude im Standard eines KfW-Effizienzhauses 55 geplant und umgesetzt. Neben dreifach verglasten Fenstern umfasst das energetische Konzept eine hocheffiziente Wärmedämmung der gesamten thermischen Gebäudehülle.

Zentrales Element des Energiekonzepts ist die auf solarer Nutzung basierende Wärme- und Energieversorgung. Auf dem Dach sind sowohl Photovoltaikmodule zur Stromerzeugung als auch Solarthermiemodule zur Wärmegewinnung installiert. Die erzeugte Wärme wird in vier großvolumigen Pufferspeichern gespeichert und zur Trinkwassererwärmung sowie zur Heizungsunterstützung genutzt. Die Anlagen sind so ausgelegt, dass der Wärmebedarf für einen Zeitraum von bis zu zwei Wochen abgedeckt werden kann. Bei geringer Sonneneinstrahlung und niedrigen Außentemperaturen wird das System durch eine CO₂-neutrale Holzpelletanlage ergänzt. Der durch die Photovoltaikanlage erzeugte Strom wird den Mietern direkt zur Verfügung gestellt. In den Monaten April bis Oktober kann die Wärmeversorgung des Gebäudes vollständig solar und autark erfolgen.

Im Gebäude entstanden auf drei Etagen insgesamt 15 hochwertige Wohneinheiten mit zwei bis vier Räumen und Wohnflächen zwischen ca. 56 m² und 117 m², darunter auch Maisonettewohnungen. Das Nutzungskonzept folgt einem Mehrgenerationenansatz mit einer ausgewogenen sozialen Durchmischung. Barrierefreie Ausführungen, offene Küchen sowie Terrassen, Balkone oder Loggien an jeder Wohnung ergänzen die Ausstattung. Abgerundet wird das Konzept durch Stellplätze mit E-Ladeinfrastruktur.

Ingenieurleistungen

Planung (HOAI-Leistungsphasen 5 - 8) der haustechnischen Anlagen für die ALG 1, 2, 3 und 8

(Fortführung der Planung auf Basis der Entwurfs- bzw. Genehmigungsplanung des vorherigen Generalplaners (Ingenieurgesellschaft BBP Bauconsulting mbH)

  • barrierefreie Sanitäranlagen einschließlich Trink-, Warmwasser- und Abwasserleitungen
  • Regenentwässerung als innenliegende Entwässerung
  • Wasser- und Abwassertechnische Erschließung einschließlich entsprechender Leitungen im Außenbereich
  • Entwässerungsgrundleitungen (RW, SW) ab Gebäudegrenze bis zum Anschluss an den öffentlichen Kanal
  • Wärmeerzeugung via Solarthermie (21,5 kW) & Holzpelletkessel (45 kW)
  • Wärmeverteilung und Wärmeübertragung in allen Wohneinheiten über Fußbodenheizung in Niedertemperatursystem mit raumweiser
    Regelung
  • Lüftungskonzept für alle Wohnungen und Räume des Gebäudes
  • Innenliegende Abluftanlagen nach DIN 18017-3, soweit erforderlich
  • Regelung der Solar- und Heizungstechnik

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Ingenieurleistungen
  • Energiekonzept mit Variantenvergleich bei thermischer Gebäudehülle und Wärmeerzeugung
  • Nachweise zur Schimmelfreiheit der Bauteiloberflächen im Bereich der Anschlussdetails (Wärmebrücken)
  • Nachweise zur hygrothermischen Funktionssicherheit der Anschlussdetails mit Innendämmung
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Ingenieurleistungen
  • Nachweise zur Schimmelfreiheit der Bauteiloberflächen im Bereich der Anschlussdetails (Wärmebrücken)
  • Nachweise zum Feuchteschutz
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Energeikonzept:

Aus der Analyse der Standortbedingungen wurden für die Wärmeerzeugung verschiedene Varianten näher untersucht. Um den Einsatz möglicher Energieträger, teilweise miteinander kombiniert, vergleichen zu können, wurden zentrale und dezentrale Anlagenkonfigurationen zur Wärmeversorgung betrachtet. Aus Gründen der Energieeffizienz und des Umweltschutzes wurde insbesondere der Einsatz von KWK-Anlagen und Biomasse untersucht.

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Neubau eines Wohnhauses im Passivhausstandard mit 5 Wohneinheiten in der Dresdner Neustadt.

Bauherr: private Bauherrengemeinschaft
Ingenieurleistungen
  • ALG 1-3; LP 2-8
  • Nachweis PHPP
  • Gasbrennwerttherme, wandhängend
  • 20 m² Solarthermieanlage auf dem Flachdach des Wohnhauses
  • kontrollierte Wohnungslüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung
  • Statische Heizflächen
  • Rigolen-Entwässerungsanlage mit Zisterne
Fertigstellung: 2011
Weintrauben-/ Melanchthonstraße, Dresden

Das Wohnquartier Weintrauben-/Melanchthonstraße befindet sich in unmittelbarer Nähe des Rosengartens in der Dresdner Neustadt. Die 4-geschossigen Wohnblöcke mit jeweils 4 Hauseingängen wurden, jeweils durch andere Architekten, hochwertig saniert.

Bauherr: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Ingenieurleistungen
  • ALG 1+2 ; LP 2-8
  • Fernwärmekompaktstationen
  • zentrale Warmwasserbereitung im Speicher-Lade-Prinzip in der Technikzentrale
  • Erneuerung der Gebäudeheizungsanlage
  • Erneuerung der Sanitäranlagen
  • statische Heizflächen - hochwertige Bäder
Fertigstellung: 2010
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Neubau zweier Wohnhäuser (Vorder- und Hinterhaus) im Passivhausstandard in Dresden-Neustadt mit 14 Wohnungen, einem Gemeinschaftsraum, zwei Gästezimmern, einer Werkstatt, einer Tiefgarage und einem begrünten Innenhof. Die Gebäudehülle wurde entsprechend gedämmt, nahezu wärmebrückenfrei und luftdicht ausgeführt, eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und eine solarthermische Anlage installiert.

Bauherr: Baugemeinschaft b33 GbR mbH
Ingenieurleistungen
  • ALG 1-3 ; LP 2-8
  • Energiekonzept zur Wärmeerzeugung unter Berücksichtigung regenerativer Energien
  • Nachweis PHPP
  • Wärmeerzeugung über Fernwärmestation 45 kW
  • Heizung über Statische Heizflächen
  • Kontrollierte Wohnungslüftungsanlage mit hocheffizienter WRG
  • hochwertige Sanitäraustattung
  • Solarthermische Anlage mit 30 m² Kollektorfläche
  • Rigolenversickerungsanlage
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Ingenieurleistungen
  • ALG 1-3 ; LP 2-9
  • HLS-Technik mit Gas-Brennwertkessel
  • Solarthermieanlage zur Warmwasser-Bereitung
  • Regenwasser-Rigolenversickerungsanlage
  • Photovoltaikanlage 1,90 kWp zur Netzeinspeisung
  • Aufzugsanlage
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Bauherr: Ev. Kirchgemeinde St. Jakobi Schönebeck
Ingenieurleistungen
  • ALG 1-3 ; LP 3-8
  • HLS-Technik mit S/W-Wärmepumpe und Erdkollektor
  • Ganzheitliche Wärmeversorgung aus erneuerbarer Umweltenergie mit Erdwärme- und Solaranlage
  • Solarthermieanlage zur Warmwasser-Bereitung
  • Fußbodenheizung
  • kontrollierte Wohnungslüftung mit effizienter Wärmerückgewinnung
Fertigstellung: 2008