Projekte, die Wirkung entfalten

Auszeichnungen

Auszeichnungen machen sichtbar, was gute Planung leisten kann: technische Qualität, wirtschaftliche Tragfähigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen. Sie würdigen Projekte, bei denen diese Anforderungen zu funktionierenden Gesamtlösungen verbunden wurden.

AURA-Award 2026

"Sonnenhaus" in Wernigerode

Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH wurde für ihr „Sonnenhaus“ mit dem AURA-Award des Ministeriums für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Das Wohnprojekt verbindet eine innovative, auf erneuerbare Energien ausgerichtete Versorgung mit dem Anspruch, die Nebenkosten für die Bewohnerinnen und Bewohner dauerhaft zu senken. Das Wohnprojekt verbindet eine innovative, auf erneuerbare Energien ausgerichtete Versorgung mit dem Anspruch, die Nebenkosten für die Bewohnerinnen und Bewohner dauerhaft zu senken.

Am Standort Pappelweg 33–35 in Wernigerode wurde ein besonders energieeffizientes Wohngebäude im Standard eines KfW-Effizienzhauses 55 geplant und umgesetzt. Neben dreifach verglasten Fenstern umfasst das energetische Konzept eine hocheffiziente Wärmedämmung der gesamten thermischen Gebäudehülle.

Zentrales Element des Energiekonzepts ist die auf solarer Nutzung basierende Wärme- und Energieversorgung. Auf dem Dach sind sowohl Photovoltaikmodule zur Stromerzeugung als auch Solarthermiemodule zur Wärmegewinnung installiert. Die erzeugte Wärme wird in vier großvolumigen Pufferspeichern gespeichert und zur Trinkwassererwärmung sowie zur Heizungsunterstützung genutzt. Die Anlagen sind so ausgelegt, dass der Wärmebedarf für einen Zeitraum von bis zu zwei Wochen abgedeckt werden kann. Bei geringer Sonneneinstrahlung und niedrigen Außentemperaturen wird das System durch eine CO₂-neutrale Holzpelletanlage ergänzt. Der durch die Photovoltaikanlage erzeugte Strom wird den Mietern direkt zur Verfügung gestellt. In den Monaten April bis Oktober kann die Wärmeversorgung des Gebäudes vollständig solar und autark erfolgen.

Im Gebäude entstanden auf drei Etagen insgesamt 15 hochwertige Wohneinheiten mit zwei bis vier Räumen und Wohnflächen zwischen ca. 56 m² und 117 m², darunter auch Maisonettewohnungen. Das Nutzungskonzept folgt einem Mehrgenerationenansatz mit einer ausgewogenen sozialen Durchmischung. Barrierefreie Ausführungen, offene Küchen sowie Terrassen, Balkone oder Loggien an jeder Wohnung ergänzen die Ausstattung. Abgerundet wird das Konzept durch Stellplätze mit E-Ladeinfrastruktur.

Unsere Ingenieurleistungen

Planung (HOAI-Leistungsphasen 5 - 8) der haustechnischen Anlagen für die ALG 1, 2, 3 und 8

(Fortführung der Planung auf Basis der Entwurfs- bzw. Genehmigungsplanung des vorherigen Generalplaners (Ingenieurgesellschaft BBP Bauconsulting mbH)

  • barrierefreie Sanitäranlagen einschließlich Trink-, Warmwasser- und Abwasserleitungen
  • Regenentwässerung als innenliegende Entwässerung
  • Wasser- und Abwassertechnische Erschließung einschließlich entsprechender Leitungen im Außenbereich
  • Entwässerungsgrundleitungen (RW, SW) ab Gebäudegrenze bis zum Anschluss an den öffentlichen Kanal
  • Wärmeerzeugung via Solarthermie (21,5 kW) & Holzpelletkessel (45 kW)
  • Wärmeverteilung und Wärmeübertragung in allen Wohneinheiten über Fußbodenheizung in Niedertemperatursystem mit raumweiser
    Regelung
  • Lüftungskonzept für alle Wohnungen und Räume des Gebäudes
  • Innenliegende Abluftanlagen nach DIN 18017-3, soweit erforderlich
  • Regelung der Solar- und Heizungstechnik

Bauherr: Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft (GWW) Wernigerode mbH

KlimaQuartier.NRW – Städtebauplus (2024)

Das Projekt Wohnpark Schellenbeck in Wuppertal erhält überregionale Anerkennung und wird als zukunftsweisendes Referenzprojekt vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW gefördert. Es wurde zudem vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW als KlimaQuartier.NRW – Städtebauplus ausgezeichnet.

Bauherr: Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH Wuppertal

Energie-Effizienzpreis Sachsen 2015

Ev.-Luth. Weinbergskirche Dresden-Trachenberge

Mit der Sanierung der Weinbergskirche wurde ein multifunktionaler Gemeinderaum für eine ganzjährige Nutzung geschaffen.

Zur Auswahl eines effizienten Heizsystems für die Kirche erfolgte eine Variantenuntersuchung. Im Ergebnis stellte sich eine bivalente Wärmeerzeugungsanlage mit Nutzung der Abwasserwärme als nachhaltigste und zugleich wirtschaftlichste Lösung dar. Es werden 75 % des jährlichen Wärmebedarfs über regenerative Ressourcen gedeckt. Die erforderliche elektrische Energie für die Wärmepumpe wird durch die erweiterte, dachintegrierte PV- Anlage auf dem Dach gedeckt.

Im Kirchenraum und wurde eine zentrale Lüftungsanlage eingebaut, das Untergeschoss erhielt eine separate Anlage. Hierdurch werden die Kohlendioxidemissionen um ca. 90 % reduziert. Mit der umfänglichen Sanierung der Weinbergskirche wurde auch die Barrierefreiheit der Kirche hergestellt.

Für die umfassende Sanierung wurde dem Projekt und allen daran Beteiligten am 25.03.2015 der Energie-Effizienzpreis Sachsen 2015 („elisa") verliehen. Mit dem Preis würdigten die Mitglieder des „elisa"-Gremiums den Umbau als vorbildliches Projekt für effiziente, erprobte, multiplizierbare und nachhaltige Gebäudemodernisierung.

Unsere Ingenieurleistungen

Planung und Bauüberwachung (HOAI-Leistungsphasen 3 - 9) der haustechnischen Anlagen:

  • Bivalente Wärmeerzeugung mittels Abwasserwärmenutzung (Wärmepumpe) und Gasbrennwertkessel
  • Beheizung des Kirchenraums über Fußbodenheizung, Bodenkonvektoren und Warmluftstationen
  • Erneuerung der kompletten Trink- und Abwasseranlage mit behindertengerechten Sanitäreinrichtungen
  • Erweiterung der dachintegrierten PV-Stromanlage zum Eigenstromverbrauch
  • 2 raumlufttechnische Anlagen mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad

Bauherr: Ev.-Luth. Laurentiuskirchgemeinde Dresden-Trachau

Energie-Effizienzpreis Sachsen 2014

Wohnhaus Böhmische Straße, Dresden

Durch den Neubau zweier Wohnhäuser (Vorder- und Hinterhaus) im Passivhausstandard in Dresden-Neustadt wurde eine Baulücke in der gründerzeitlichen Blockrandbebauung der Äußeren Neustadt geschlossen. Für eine Baugemeinschaft aus 14 Familien entstanden kostengünstige individuelle Wohnungen mit geringen Energiekosten, sowie ein Gemeinschaftsraum, zwei Gästezimmer, eine Werkstatt, eine Tiefgarage und ein begrünter Innenhof.

Die Gebäudehülle wurde entsprechend gedämmt, nahezu wärmebrückenfrei und luftdicht ausgeführt, eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und eine solarthermische Anlage installiert. Der Restheizwärmebedarf wird über eine Fernwärmestation der Dresdner Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung gedeckt.

Im Jahr 2014 wurde dem Projekt und allen daran Beteiligten der Energie-Effizienzpreis Sachsen 2014 („elisa") verliehen.

Unsere Ingenieurleistungen:

  • Nachweis PHPP
  • Wärmeerzeugung über Fernwärmestation 45 kW
  • Heizung über Statische Heizflächen
  • Kontrollierte Wohnungslüftungsanlage mit hocheffizienter WRG
  • hochwertige Sanitäraustattung
  • Solarthermische Anlage mit 30 m2 Kollektorfläche
  • Rigolenversickerungsanlage
Bauherr: Baugemeinschaft b33 GbR mbH