„Fürstlicher Marstall“ - Konzert- und Ausstellungshalle in Wernigerode

Bauherr: GWW Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH
Architekt: Dipl.-Ing. Rolf Fuhrmann, Wernigerode
Fertigstellung: 2014
Sanierung HLS-Planung Denkmal

Der ehemalige königliche Marstall Wernigerode, gebaut 1863/64, wurde zu einer Konzert- und Ausstellungshalle mit multifunktionaler öffentlicher Nutzung umgebaut. Im Jahr 2000 begann die Rekonstruktion und denkmalpflegerische Sanierung des Gebäudebestandes nach historischem Vorbild.

Der Innenausbau begann 2008 mit der Installation von Heizungs-, Sanitär- Lüftungs- und Elektrosystemen und wurde nach mehreren Bauetappen im Frühjahr 2014 abgeschlossen. In der ehemaligen Reithalle wurde ein Saal für kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen mit kompletter Infrastruktur für bis zu 600 Personen errichtet. Im angrenzenden Nebengebäude wurden Künstlergarderoben, Sanitärbereiche und Büros sowie Technikräume für die Installation von Heizkessel und Lüftungsgeräten eingerichtet.

Bei der Planung der gebäudetechnischen Anlagen wurde besonderer Wert auf die behutsame Integration der Anlagentechnik in die historische Bausubstanz sowie auf den Einsatz zeitgemäßer, umweltverträglicher und Ressourcen-schonender Anlagenkomponenten gelegt.

Multifunktionale kulturelle Nutzung:

  • Ausweichspielstätte der Wernigeröder Schlossfestspiele
  • Konzertveranstaltungen
  • Ausstellungen
  • Hochzeitsveranstaltungen
  • Konferenzen und Tagungen
  • Firmenveranstaltungen

Ingenieurleistungen

Planung und Bauüberwachung der gebäudetechnischen Anlagen (Sanitär, Heizung, Lüftung, Gebäudeautomation)

  • Heizungsanlage mit Gasbrennwertkessel und zentraler Heizungsverteilung
  • Raumheizung mit Unterflur-Wärmestationen und stat. Heizflächen
  • Sanitäranlage mit Installation für WC-Anlagen, Teeküchen, Künstlerbäder einschl. Trink- und Abwasserleitungen, dezentrale Warmwasserbereitung
  • RLT-Anlage für Konzert- und Ausstellungshalle (Teilklimaanlage) mit Entfeuchtung und Zuluftkühlung
  • Kälteanlage als Splitgerät in Außenaufstellung
  • Gebäudeautomation mit DDC-Anlagen für Heizung und Lüftung
  • Bauphysikalische Untersuchungen

Bischof-Benno-Haus Schmochtitz


Bauherr: Bischof-Benno-Haus Schmochtitz, Bistum Dresden-Meißen
Architekt: Bauplanungsbüro Roth
Fertigstellung: 2011 / 2008 / 2005 / 2000
Sanierung Erweiterung & Umbau HLS-Planung Energie- & Versorgungskonzept Denkmal

Katholische Bildungsstätte und Tagungshaus des Bistums Dresden-Meißen. Ehemaliges Rittergut nord-westlich von Bautzen, bestehend aus 6 Gebäuden mit einer umschließenden, im 18. Jh. vom Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann angelegten Parkanlage.

Seit 1998 ist unser Ingenieurbüro an der schrittweisen Sanierung bzw. dem energieeffizienten und ökologischen Umbau der einzelnen Häuser der Bildungseinrichtung über alle 8 Anlagengruppen nach HOAI planerisch beteiligt. In diesem Rahmen:

Denkmalgerechter Umbau einer über 200 Jahre alten Scheune im barocken Gebäudeensemble des ehemaligen Rittergutes zur heutigen Nutzung als Gesellschaftsraum und Kirche. Dabei bewusster Erhalt aller, den Scheunencharakter hervorhebenden Details; behutsamer Einbau moderner Technik - Umweltschutzpreis Bautzen.

Denkmalgerechter Umbau des Ostflügels, bestehend aus ehemaliger Remise und dem Kopfbau. Es entstehen ein Kommunikationshaus Dorf/Land mit großem Saal und Begegnungsraum sowie behindertengerechte Ferienwohnungen und Unterkünfte für Schulklassen.

Sanierung aller Unterkunftsräume im Hauptgebäude mit Neubau eines großen Wintergartens zur Schaffung eines Speise- und Versammlungsraumes für 120 Gäste.

Seit 2012 komplette haustechnische Sanierung des Landhauses mit Unterkunftsräumen für 110 Gäste einschließlich fünf
behindertengerechter Ferienwohnungen sowie zweier Pilgerräume.

Bewusster Umgang mit Erneuerbaren Energien an zentralen Gebäuden der Bildungsstätte sowie deren anschauliche Demonstration.

Energiekonzept - Bischof-Benno-Haus Schmochtitz

Die Wärmeerzeugung im Objekt erfolgte seit der Gründung des Bildungshauses 1991 über dezentrale Ölkesselanlagen. Seit Ende der 1990er Jahre rückte der bewusste Umgang mit ökologischen Verhaltensweisen in den Mittelpunkt des Bildungszieles, die Nutzung regenerativer Energien wurde konsequent umgesetzt. So erfolgten die Installation von Solar- und Erdwärmeanlagen sowie die Errichtung einer vollbiologischen Kläranlage. Grundlage bildet ein umfassendes Energiekonzept für die gesamte Anlage, das eine phasenweise Umsetzung ermöglicht.

Mit dem 2011 erfolgten Neubau einer zentralen Biomasseheizanlage wurde das energetisch-ökologische Gesamtkonzept des Hauses unter Berücksichtigung regionaler und ökologischer Ressourcen weiterentwickelt. Ein ca. 540 m langes Nahwärmenetz verbindet die Biomasseheizzentrale mit den Unterstationen der Häuser. Als Energieträger dienen Holzpellets. Ersatz der 5 dezentralen Ölkesselanlagen durch eine zentrale Biomasseheizungsanlage mit Ölspitzenlastkessel.

2012 erfolgte die Errichtung eines Energiepfades. In Zusammenarbeit mit einem Grafiker aus Bautzen wurden Stelen entwickelt, welche alle Orte ökologischen Wirtschaftens im Bischof-Benno-Haus Schmochtitz kennzeichnen und Informationen zu den einzelnen Energieformen vermitteln.

Ingenieurleistungen

Planung und Bauüberwachung (HOAI Leistungsphasen 1-8) der gesamten Haustechnik (HLS, Scheune auch Elt)

  • Zentrale Niedertemperaturheizanlage auf Heizölbasis (Scheune)
  • RLT-Zentrale im Dachbereich der Scheune
  • Warmluftheizung für Kirche und Gesellschaftsraum
  • Dachintegrierte Solarthermische Anlage (78,8 m²) und Photovoltaikanlage 5,0 kWp mit abgestimmtem Rastermaß
  • Bivalente S/W-Wärmepumpe16,6 kW für Grundlast Ostflügel, Spitzenlast über Heizanlage Torhaus
  • 5 Erdsonden a 95 m
  • Biomasseheizzentrale mit Pufferspeicher, Spitzenlast-Ölkessel, Druckhaltesystemen und Abgasanlagen
  • Pelletslagerraum mit Förder- und Überwachungssystemen
  • Nahwärmetrasse mit Leckageüberwachungssystem
  • Nahwärmeübergabestationen incl. sämtlicher Rück- und Umbauten
  • MSR-Anlagen mit Fernüberwachungssystem

Analyse Gebäude

  • Aufnahme der Gebäude und Abstimmung zum Gestaltungs- und Nutzungskonzept mit Bauherrn und Architekten
  • Abbildung der energetischen Qualität
  • Berücksichtigung des Denkmalschutzes
  • Aufzeigen der Potenziale zur Energiebedarfsreduktion
  • Gegenüberstellende Bewertung in einem Variantenvergleich

Analyse / Konzeption Anlagentechnik

  • Bestandsaufnahme der technischen Anlagen und Installationen zur Wärmeversorgung und -verteilung
  • Energetische und wirtschaftliche Bewertung der vorhandenen Anlage im Ist-Zustand
  • Standortanalyse zur Identifizierung möglicher Alternativen zur regenerativen Wärmeerzeugung, hier insbesondere
    • Biomasse (Holzpellets)
    • Erdwärme (Sole-/Wasser-Wärmepumpe)
    • Solarenergie (Solarthermie & Photovoltaik)
  • Variantenbildung durch Kombination verschiedener Maßnahmen (zentral/dezentral, Grundlast-/Mittellast-/Spitzenlasabdeckung)
  • Variantenvergleich mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Umsetzung: Unser Ingenierbüro war neben der Konzeption auch an der schrittweisen Sanierung bzw. dem energieeffizienten und ökologischen Umbau der einzelnen Häuser der Bildungseinrichtung über alle 8 Anlagengruppen nach HOAI planerisch beteiligt

Goethe-Institut München

Bauherr: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben vertreten durch das Staatliche Bauamt München 1
Architekt: Bauer Energietechnik, Ingolstadt
Fertigstellung: 2011
Sanierung Photovoltaik-Anlage

Das Goethe-Institut befindet sich im Zentrum von München. Im Rahmen einer energetischen Sanierung wurde u. a. auf einer Dachfläche des Gebäudeareals eine Photovoltaikanlage mit ca. 59 kWp errichtet.

Aus statischen Gründen konnte nur geringe Last in die Dachkonstruktion eingebracht werden. Dies wurde mit versetzt montierten polykristallinen rahmenlosen Glas-Glas-Modulen auf einer Aluminiumunterkonstruktion erreicht.

Anlagenleistung/Technische Angaben:

  • 59,04 kWp
  • 288 Module Multisol P6-54 VITRO, Fabr. Scheuten Solar
  • 3 Wechselrichter Sunny Tripower 1700TL, Fabr. SMA
  • Einspeisung ins hauseigene Stromnetz
  • Visualisierung im Eingangsbereich

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Konzert- und Ausstellungshalle Mönchskirche Salzwedel

Die Mönchskirche im historischen Altstadtzentrum von Salzwedel wird als Konzert- und Ausstellungshalle genutzt. Zur denkmalpflegerischen Klimatisierung der Mönchskirche wurde eine Gebäudetemperierungsanlage, bestehend aus Raumluft- und Bauteiltemperierung für eine ganzjährige Nutzung errichtet.

Bauherr: Stadt Salzwedel
Ingenieurleistungen
  • ALG 2 ; LP 1-8
  • Wandtemperierungsanlage im Sockelbereich der Wände
  • DDC-Regelsystem mit Raumtemperatur-, Raumfeuchte- sowie Aufheiz- und Abheizregelung
Fertigstellung: 2003