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Referenzen

Schlosskirche Lutherstadt Wittenberg

Die Schlosskirche der Lutherstadt Wittenberg wurde für das Reformationsjubiläum 2017 aufwendig saniert. Im Rahmen dieser Sanierung wurde ein neues Heizungs- und Lüftungssystem installiert, das die besonderen Belange einer Kirche mit historischer Bausubstanz und sehr wertvoller Inneneinrichtung berücksichtigt.

Für die vorgesehene ganjährige Nutzung der Schlosskirche zu Gottesdiensten, Konzert- und sonstigen Veranstaltungen mit hohen Besucherzahlen gabe es besondere Anforderungen an das Heizungs- und Lüftungssystem. Die erforderlichen Eingriffe in die Bausubstanz für die Erneuerung der Anlagentechnik sollten dabei auf das erforderliche Mindestmaß begrenzt werden, um unnötige Schädigung der historischen Bausubstanz zu vermeiden.

Die Wärmeerzeugung für Schloss und Schlosskirche erfolgt zentral über eine Heizzentrale mit Gasbrennwertkessel. Das Heizsystem für die Kirche berücksichtigt bestehende Anlagenkompenenten einer zentralen Warmluftheizung, die durch dezentrale Warmluftstationen zur besseren Wärmeverteilung ergänzt wurden. Die Anlage verfügt über die Möglichkeit einer Zuluftbefeuchtung für ein geeignetes Raumklima im Orgelbereich sowie einer Temperierung im Gestühlsbereich mit mehreren Regelzonen. Auf der Empore wurden unterhalb der Fenster Heizflächen und auf der Orgelempore zusätzlich Unterflurkonvektoren angeordnet. Um Schäden an Bausubstanz und Inventar zu vermeiden, wurde eine klimaregulierende Lüftungsanlagen installiert.

Den Betrieb der Heizungs- und Lüftungsanlage steuert ein Automationssystem, das auf die spezifischen Belange großer Kirchenräume mit sehr wertvoller denkmalgeschützter Bausubstanz ausgelegt ist und den bauphysikalisch schonenden Betrieb der gesamten Anlagentechnik regelt.

Bauherr:  Bau- und Liegenschaftmanagement Sachsen-Anhalt (BLSA)

Architekt: Cuboidoo Architekten BDA, Halle/Saale

Ingenieurleistungen: Planung und Bauüberwachung (HOAI-Leistungsphasen 2 - 8) der heizungs- und lüftungstechnischen Anlagen bestehend aus:

  • Anschluss an zentrale Wärmeerzeugung mit Gasbrennwertkessel
  • zentrales Warmluftgerät mit Möglichkeit der Zuluftbefeuchtung
  • mehrere dezentrale Wärmestationen
  • Gestühlsheizung mit Spezialkonvektoren und mehreren Regelzonen
  • Statische Heizflächen unterhalb der Fenster auf Empore und Nebenräumen
  • klimaregulierende Lüftungsanlage
  • Feuerlöschleitung für den Turm

Fertigstellung: Juli 2016