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Referenzen

Energiekonzept - Wohnanlage Kanadaring Lahr

Energiekonzept für ein bestehendes Wohnquartier

Das Wohnquartier Kanadaring in Lahr besteht aus 29 Wohngebäuden unterschiedlicher Größe mit insgesamt 524 Wohneinheiten, die in mehreren Bauabschnitten in den 1980er und 1990er Jahren errichtet wurden. Zudem sind 7 Neubauten mit insgesamt 66 Wohneinheiten geplant.

Es ist vorgesehen, die Gebäude des Kanadarings auf Grundlage des zu erarbeitenden Quartier-Energiekonzeptes energetisch mindestens auf EnEV-Neubau bzw. KfW-70-Effizienzhaus-Standard zu sanieren.

Die Erarbeitung des Konzeptes hatte sich an den Zielen und vorbereitenden Untersuchungen zur städtebaulichen Entwickung des Kanadarings zu orientieren. Insbesondere sollte eine umweltverträgliche, CO2-Emmission reduzierende und nachhaltige Energieversorgung für das Quartier entwickelt werden. Die auf Grundlage des Energiekonzeptes geplante Sanierung und Erweiterung soll zur langfristigen Stabilisierung und zur Aufwertung des Gebietes beitragen.

Auftraggeber: Städtische Wohnungsbau GmbH Lahr

Ingenieurleistungen: Die Gebäudehülle sollte im Rahmen des Energiekonzeptes nicht analysiert werden. Bezüglich des Energiebedarfs sollte für alle Gebäude von einem EnEV Neubau-Standard ausgegangen werden.

Aus der Analyse der Standortbedingungen wurden für die Wärmeerzeugung verschiedene Varianten näher untersucht. Als leitungsgebundene Energieträger stehen Erdgas bzw. Biogas, Fernwärme und Elektroenergie zur Verfügung. Als regenerative Energiequellen sind Umweltenergie (Geothermie, Luft, Sonne) und Biomasse in Form von Holzpellets und Holzhackschnitzel nutzbar. Um den Einsatz dieser möglichen Energieträger, teilweise miteinander kombiniert, vergleichen zu können, wurden zentrale und dezentrale Anlagenkonfigurationen zur Wärmeversorgung betrachtet. Aus Gründen der Energieeffizienz und des Umweltschutzes wurde insbesondere der Einsatz von KWK-Anlagen und Biomasse untersucht.

Im Ergebnis stellte sich die zentrale Anlagenkonfiguration aus erdgasbetriebenem BHKW mit geringer thermischer Leistung als Grundlastwärmeerzeuger, Pelletkessel als Mittellastwärmeerzeuger und Gasbrennwertkessel mit höherer Leistung als Spitzenlastwärmeerzeuger als wirtschaftlichste Variante dar.

Konzepterstellung: 2012